Historie
Über Geschichte und Geschichten
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Die Geschichte von Höhnscheid nahm wahrscheinlich im 12. Jahrhundert durch das damalig reiche Grafengeschlecht auf Schloß Naumburg ihren Anfang. Vermutlich hat dann einer der letzten Grafen den Ort Höhnscheid - angesichts seines nahenden Todes - dem Kloster Corvey als Schenkung übertragen. Derartige Schenkungen waren damals nicht selten und sollten vor allem dem eigenen Seelenheil dienen.

Das Schloßgut selbst wurde im Jahre 1235 als ein dem Kloster Arolsen unterstelltes Augustinerfrauenkloster gegründet. Durch einen unterirdischen Gang sollten die Nonnen mit den Rittern der nahen Weidelsburg in ”sträflichen Verkehr” gestanden haben.

Anno 1468 wurden die letzten Nonnen von Graf Otto von Waldeck vertrieben und das Kloster den Brüdern vom Orden des Heiligen Kreuzes übergeben. Die Unduldsamkeit der Mönche, deren oft zügelloses Leben und die Gier nach Besitz, hatte die Bevölkerung seinerzeit gegen die Klöster eingenommen.

geschichte2Im Laufe der Reformation wurde Höhnscheid 1529 unter Phillip IV säkularisiert, herrschaftlicher Besitz und als Meierei genutzt.

Bedingt durch die Herrschaftskonzentration und den akuten Geldbedarf für den Arolser Schloßbau, ver-kaufte Fürst Friedrich Anton Ullrich den Besitz 1720 an den Oberst Johann Wilhelm von Leliwa, der zwischen 1720-30 vom herrschaftlichen Baumeister Julius Ludwig Rothweil ein zweiflügeliges Gutshaus mit Wirtschaftshof und Park bauen ließ.
1811 vom Freiherren Schenk zu  Schweinsberg erworben, wechselte das Gut in der Folgezeit häufig den Besitzer.

1960 wurde das Anwesen von der Waldeckischen Domenialverwaltung erworben. Bis zur umfaßenden Renovierung 1995 diente das Schloß als Freizeit und Erholungsheim. Seit Februar 1996 findet es gleichermaßen als beispielhaftes Tagungs- und Klausurhotel sowie als Zentrum der Baltischen Ritterschaften seine Erfüllung.

 

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